Dorothee Elmiger erhält den Deutschen Buchpreis 2025 für 'Die Holländerinnen'
Der Deutsche Buchpreis 2025 geht an Dorothee Elmiger. Die Schweizer Autorin wurde am 13. Oktober 2025 im Kaisersaal des Frankfurter Römers für ihren Roman Die Holländerinnen (Carl Hanser Verlag) ausgezeichnet. Die Verleihung bildete traditionell den Auftakt zur Frankfurter Buchmesse.
Laut der Begründung, die auf deutscher-buchpreis.de veröffentlicht wurde, nannte die Jury den Roman „ein Ereignis“. Erzählt wird von einer Schriftstellerin, die mit einer Theatergruppe in den südamerikanischen Urwald reist – auf den Spuren zweier Holländerinnen, die dort Jahre zuvor verschwunden sind. Die Jury hob hervor, wie der Text seine Leserinnen und Leser in einen Sog der Angst zieht.
Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Die fünf weiteren Finalistinnen und Finalisten – Kaleb Erdmann (Die Ausweichschule), Jehona Kicaj (ë), Thomas Melle (Haus zur Sonne), Fiona Sironic (Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft) und Christine Wunnicke (Wachs) – erhalten jeweils 2.500 Euro.
Die Jury unter der Sprecherin Laura de Weck hatte 229 Romane gesichtet, daraus am 19. August eine Longlist mit 20 Titeln und am 16. September die sechs Finalisten ausgewählt. Der Jury gehörten außerdem Maria Carolina Foi, Jürgen Kaube, Friedhelm Marx, Kathrin Matern, Lara Sielmann und Shirin Sojitrawalla an. Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben und zeichnet jährlich den deutschsprachigen Roman des Jahres aus.
Mit der Verleihung begann zugleich die Woche der Frankfurter Buchmesse, die vom 15. bis 19. Oktober 2025 mit den Philippinen als Ehrengast stattfand. Die Holländerinnen war im August 2025 bei Hanser erschienen. Im Vorjahr war Martina Hefter für Hey guten Morgen, wie geht es dir? (Klett-Cotta) ausgezeichnet worden.
Quellen: deutscher-buchpreis.de, boersenblatt.net
