Jenny Erpenbeck gewinnt den International Booker Prize mit 'Kairos'
Jenny Erpenbeck hat mit ihrem Roman 'Kairos' den International Booker Prize gewonnen – ein Meilenstein für die deutschsprachige Literatur. Der Roman erzählt die Geschichte einer Liebe im geteilten Berlin der späten 1980er-Jahre und verflechtet das Private mit dem Politischen auf meisterhafte Weise.
Die Jury bezeichnete 'Kairos' als ein Werk von atemberaubender Schönheit und intellektueller Kraft. Übersetzt wurde der Roman von Michael Hofmann, der den Preis mit Erpenbeck teilt. Die Verleihung fand im Mai 2024 in London statt und sorgte für einen bemerkenswerten Anstieg der internationalen Aufmerksamkeit für deutschsprachige Literatur.
Für Erpenbeck, die 1967 in Ost-Berlin geboren wurde, ist der Preis die Krönung eines beeindruckenden literarischen Schaffens. In ihrer Dankesrede sprach sie über die Verantwortung der Literatur, Erinnerung zu bewahren. 'Geschichten sind das Einzige, was bleibt, wenn alles andere verschwunden ist', sagte sie sichtlich bewegt.
Der Verlag berichtet, dass die Nachfrage nach dem Buch in den Wochen nach der Preisverleihung um das Achtfache gestiegen ist.
Quelle: Deutsche Welle
