Juli Zeh und Simon Urban legen mit 'Zwischen Welten' den Nerv der Zeit frei
'Zwischen Welten' ist kein gewöhnlicher Roman. Juli Zeh und Simon Urban haben einen Briefroman geschrieben, in dem zwei alte Freunde per Messenger-Nachrichten aufeinandertreffen: Theresa, die den Hof ihrer Familie in Brandenburg bewirtschaftet, und Stefan, ein liberaler Journalist in Hamburg.
Ihre Diskussionen über Klimaschutz, Identitätspolitik und die Stadt-Land-Spaltung eskalieren zunehmend. Der Roman hält beiden Seiten den Spiegel vor, ohne sich auf eine Seite zu schlagen. Es ist ein Buch, das zum Widerspruch einlädt und genau deshalb so wichtig ist.
Das Buch stand wochenlang auf der Bestsellerliste und löste lebhafte Debatten aus. Besonders in den sozialen Medien wurde hitzig diskutiert, ob der Roman die Realität treffend abbildet oder übertrieben zuspitzt. Literaturkritikerin Iris Radisch nannte das Buch 'ein Dokument unserer zerrissenen Zeit'.
Zeh, die selbst auf dem Land in Brandenburg lebt, betonte in Interviews, dass sie beide Perspektiven aus eigener Erfahrung kenne.
Quelle: Luchterhand Verlag
