Saša Stanišićs 'Herkunft' wird zur Pflichtlektüre an deutschen Schulen
'Herkunft' von Saša Stanišić wird zunehmend an deutschen Schulen gelesen. Der autobiografische Roman, der 2019 den Deutschen Buchpreis erhielt, erzählt die Geschichte eines Jungen, der als Flüchtling aus Bosnien nach Deutschland kommt.
Stanišić findet auf die Frage nach Heimat keine einfachen Antworten, aber viele berührende, witzige und nachdenkliche Geschichten. Sein Erzählstil ist einzigartig: spielerisch, experimentierfreudig und dabei nie selbstverliebt. Das macht den Roman auch für Schüler zugänglich, die sonst nicht gerne lesen.
Lehrkräfte berichten, dass der Roman bei Schülern auf große Resonanz stößt. 'Die Schüler identifizeren sich mit der Geschichte, egal ob sie selbst Migrationserfahrung haben oder nicht', berichtet eine Lehrerin aus Nordrhein-Westfalen. Besonders die unkonventionelle Erzählform – mit ihren Sprüngen, Listen und einem interaktiven Schluss – sorge für lebhafte Diskussionen im Unterricht.
Stanišić selbst besucht gelegentlich Schulen und liest aus seinem Buch vor. Diese Lesungen sind regelmäßig innerhalb von Minuten ausgebucht.
Quelle: Luchterhand Verlag
