Blackout für Familie Fürstenberg: 'Ziemlich zappenduster' von Uschmann und Witt
Ein flächendeckender Stromausfall, keine Heizung, kein Licht, kein warmes Wasser – und ein Vater, der die Energiekrise lieber ignoriert hat. Das ist die Ausgangslage von Ziemlich zappenduster, dem Kinderroman von Oliver Uschmann und Sylvia Witt, der am 7. Februar 2024 bei Beltz erschienen ist. Das Hardcover hat 108 Seiten, kostet 12 Euro und wird vom Verlag ab elf Jahren empfohlen (ISBN 978-3-407-81339-8). Die Illustrationen stammen von Kathrin Rödl.
Im Mittelpunkt steht die Berliner Familie Fürstenberg: Vater Lars hat sich geweigert, Vorräte anzulegen – es werde schon nichts passieren –, was Mutter Jasmin ärgert, während die Geschwister Lisa und Niklas ohne Internet in Panik geraten. Als Lars auch noch jede Hilfe ablehnt, ausgerechnet die der chinesischen Nachbarn, beschließt Lisa, selbst etwas zu unternehmen. Der Verlag beschreibt das Buch als brisantes, komisches Was-wäre-wenn-Szenario, das zum Nachdenken anregen soll. Es erscheint in der Beltz-Reihe READy, die auf kurze, gut lesbare Texte für Jugendliche setzt. Neben dem Hardcover gibt es eine E-Book-Ausgabe für 10,99 Euro.
Der Deutschlandfunk besprach den Titel am 26. April 2024 und hob laut Perlentaucher das lesenswerte Gedankenexperiment, die komprimierte Form, den Humor und die Zugänglichkeit auch für ungeübte Leserinnen und Leser hervor; kritisch angemerkt wurde die etwas holzschnittartige Figurenzeichnung.
Uschmann und Witt, die im Münsterland leben, schreiben seit Jahren gemeinsam für junge Leser. Bei Beltz sind von dem Duo unter anderem die Bände Es kommt (2021) und Luftküsse aus Korea (2025) in der Reihe Super lesbar erschienen. Uschmann, der in Wesel am Niederrhein aufwuchs und in Bochum Literaturwissenschaft studierte, wurde zuvor mit der Romanreihe Hartmut und ich bekannt, die bei S. Fischer verlegt wird; 2008 erhielt er den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.
Quellen: beltz.de, perlentaucher.de, fischerverlage.de
