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'Hard Land' im Kino? Keine Verfilmung in Sicht, dafür steht Benedict Wells' Roman auf der Bühne

·Lieblingsautoren Redaktion
Hard Land: Verfilmung oder Bühne?
Statt Kino erst einmal Theater: 'Hard Land' wurde im April 2025 am Luzerner Theater uraufgeführt.

Kaum ein Roman der letzten Jahre schreit so nach einer Leinwand wie Hard Land: Missouri 1985, ein 15-Jähriger, der den Sommer in einem alten Kino jobbt, dazu ein Soundtrack, den Benedict Wells gleich mitgeliefert hat. Entsprechend oft wird nach einer Verfilmung gesucht. Der Stand im September 2026 ist allerdings nüchtern: Weder der Diogenes Verlag noch Wells haben ein Filmprojekt angekündigt. Es gibt keinen bekannten Regisseur, keine Produktionsfirma, keinen Kinostart. Wer von einer „Hard Land“-Verfilmung liest, sollte die Quelle prüfen.

Was es stattdessen gibt, ist eine Bühnenfassung. Das Luzerner Theater hat den Roman im April 2025 uraufgeführt, in einer Fassung von Schauspieldirektorin Katja Langenbach, die auch Regie führte. Die Inszenierung dauert rund zwei Stunden fünfzig Minuten inklusive Pause und ist ab 14 Jahren empfohlen. Auf der Bühne stehen unter anderem Bastian Inglin, Carina Thurner, Moïse de Quay und Colin Vemba; die Bühne stammt von Hella Prokoph, die Kostüme von Julia Ströder, die Musik von Mario Marchisella. Nach dem Erfolg der ersten Spielzeit wurde das Stück im Februar 2026 wieder aufgenommen.

Wells selbst hat die Premiere in einer Notiz auf seiner Website als „Das Wunder von Luzern“ beschrieben. Er sei vorab nervös gewesen, schreibt er dort, und habe die Aufführung dann als außergewöhnlich erlebt; Langenbachs Inszenierung nennt er fulminant. Der Autor lebt in Zürich, die Uraufführung fand also nur eine Zugstunde von seinem Wohnort entfernt statt.

Zum Buch: Hard Land erschien am 24. Februar 2021 bei Diogenes, 352 Seiten, 24 Euro, ISBN 978-3-257-07148-1, inzwischen auch als Taschenbuch für 14 Euro und als ungekürztes Hörbuch mit Robert Stadlober. Der Roman stand auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und wurde 2022 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Verfilmt wurde von Wells bisher nur sein Debüt: Becks letzter Sommer kam 2015 in der Regie von Frieder Wittich ins Kino.

Sollte sich an der Filmfrage etwas ändern, ist mit einer Meldung des Verlags zu rechnen; wir tragen sie hier nach. Bis dahin bleibt Luzern die einzige Adresse, an der man Sam, Kirstie, Cameron und Hightower außerhalb des Buches begegnen kann.

Quellen: luzernertheater.ch, benedictwells.de, bote.ch, diogenes.ch, hard-land.de

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