Jenny Erpenbeck übernimmt die 38. Tübinger Poetik-Dozentur
Die Universität Tübingen hat am 3. November 2025 das Programm der 38. Tübinger Poetik-Dozentur bekannt gegeben. Die Dozentur übernehmen in diesem Jahr Jenny Erpenbeck und der Schriftsteller Peter Wawerzinek. Die Veranstaltungen finden vom 16. bis 21. November 2025 statt; die Dozentur ist ein Projekt der Stiftung Würth in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen und wird von der Adolf Würth GmbH & Co. KG gefördert.
Den Auftakt bildet am Sonntag, 16. November, eine bereits ausgebuchte Lesung Erpenbecks in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall. Die eigentlichen Vorlesungen werden jeweils um 19 Uhr in der Alten Aula der Universität in der Münzgasse gehalten: Am 17. November spricht Erpenbeck unter dem Titel Verworfene Anfänge, am 19. November folgt ein Gespräch mit Reinhard Müller unter der Überschrift Reden über Schweigen. Peter Wawerzinek, 1954 in Rostock geboren und Träger des Ingeborg-Bachmann-Preises für seinen Roman Rabenliebe, hält seine Vorlesung am 20. November.
Ergänzt wird das literarische Programm um einen fotografischen Teil: Das Fotografenpaar Ute und Werner Mahler, Mitgründer der Agentur Ostkreuz und bekannt für seine Dokumentation des ostdeutschen Alltags, stellt am 18. November das Projekt Ein Dorf vor. Am 20. November wird zudem um 17 Uhr eine Ausstellung im Stadtmuseum Tübingen und im Hesse-Kabinett eröffnet. Der Eintritt zu den Tübinger Veranstaltungen ist frei; die Vorlesungen werden per Livestream übertragen.
Erpenbeck, 1967 in Ost-Berlin geboren, hatte 2024 für ihren Roman Kairos den International Booker Prize erhalten. Ihre Bücher erscheinen laut Universität in mehr als 30 Sprachen. Die Tübinger Poetik-Dozentur, die 2025 zum 38. Mal stattfindet, zählt zu den bekanntesten Formaten dieser Art im deutschsprachigen Raum.
Quellen: uni-tuebingen.de, idw-online.de
