'Die Farbe der Rache': Cornelia Funke kehrt in die Tintenwelt zurück
Sechzehn Jahre nach Tintentod hat Cornelia Funke ihre Tintenwelt-Reihe fortgesetzt. Die Farbe der Rache ist am 12. Oktober 2023 im Dressler Verlag erschienen, der zur Verlagsgruppe Oetinger gehört. Der Band hat 352 Seiten, die ISBN 978-3-7513-0007-0 und kostete als gebundene Ausgabe 23 Euro; Text und Illustrationen stammen von Funke selbst. Die Altersempfehlung lautet ab zwölf Jahren.
Das Börsenblatt hatte die Fortsetzung am 21. August 2023 gemeldet und dabei eine Startauflage von 100.000 Exemplaren genannt. Gleichzeitig mit dem Buch erschien das Hörbuch, gelesen von Rainer Strecker, der bereits die früheren Tintenwelt-Bände eingesprochen hat. Laut Börsenblatt kam Funke zur Frankfurter Buchmesse am 21. Oktober 2023 – ihr erster Messebesuch seit 13 Jahren.
Die Handlung setzt fünf Jahre nach den Ereignissen von Tintentod ein. Im Mittelpunkt stehen diesmal Staubfinger und der Schwarze Prinz. Als Eisenglanz, der Glasmann des silberzüngigen Orpheus, gesichtet wird, ist klar, dass der Feind von Meggie, Mo und Staubfinger Rache an allen plant, die ihn zu Fall gebracht haben – vor allem an Staubfinger, und mit Hilfe eines furchtbaren Zaubers. Nach Verlagsangaben kreist der Roman um die Frage, ob Bilder mehr Macht besitzen können als Worte.
Auf der Verlagsseite wird der Band als Nummer 1 der Spiegel-Bestsellerliste geführt. Für Anfang November 2023 kündigte das Börsenblatt Lesungen mit Rainer Strecker im Hamburger Thalia Theater (4. November) und im Münchner Residenztheater (5. November) an; laut einer späteren dpa-Meldung im Tageblatt mussten diese Termine krankheitsbedingt auf Januar und Februar 2024 verschoben werden. Seit 2025 ist Die Farbe der Rache auch als Taschenbuch für 14 Euro erhältlich.
Die Tintenwelt-Trilogie – Tintenherz (2003), Tintenblut (2005) und Tintentod (2007) – gehört zu Funkes bekanntesten Werken; Tintenherz wurde 2008 verfilmt und ist bereits als Musical und Theaterstück adaptiert worden. Mit dem vierten Band verlagert Funke den Blick von der Familie Folchart auf die Figuren Staubfinger und den Schwarzen Prinzen, die in der Trilogie eher Nebenrollen hatten.
Quellen: oetinger.de, boersenblatt.net, bote.ch, tageblatt.de
