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Hannelore-Greve-Literaturpreis 2023 geht an Juli Zeh

·Lieblingsautoren Redaktion
Greve-Literaturpreis für Juli Zeh
Juli Zeh erhält 2023 den mit 25.000 Euro dotierten Hannelore-Greve-Literaturpreis.

Juli Zeh erhält den Hannelore-Greve-Literaturpreis 2023. Das haben die Hamburger Autorenvereinigung und die Hannelore-und-Helmut-Greve-Stiftung für Wissenschaften und Kultur am 7. März 2023 in Hamburg bekannt gegeben. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert; das Börsenblatt berichtete am 8. März 2023 über die Entscheidung.

Mit der Auszeichnung werden nach Angaben der Stifter herausragende Leistungen auf dem Gebiet der deutschsprachigen Literatur gewürdigt. Zeh wird in der vom Börsenblatt zitierten Begründung als äußerst wache und präzise Beobachterin deutscher Befindlichkeiten beschrieben; als Beispiele nennt die Begründung die Romane Unterleuten, Über Menschen und das im Januar 2023 mit Simon Urban veröffentlichte Zwischen Welten. Die Stifter bezeichnen Zeh in ihrer Mitteilung als eine der prominentesten Gegenwartsautorinnen.

Der Hannelore-Greve-Literaturpreis wird seit 2004 vergeben und wechselt sich im jährlichen Turnus mit dem Walter-Kempowski-Literaturpreis für Kurzprosa ab. Zu den früheren Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Siegfried Lenz, Herta Müller und Ulla Hahn. Die Verleihung an Zeh fand am 7. Dezember 2023 im Rahmen eines Senatsempfangs im Hamburger Rathaus statt; die Laudatio hielt Tilmann Krause, leitender Literaturredakteur der Tageszeitung Die Welt. Auch der Preisträger des Jahres 2025, Mirko Bonné, wurde am 8. Dezember 2025 im Rathaus ausgezeichnet.

Zeh, 1974 in Bonn geboren, lebt seit 2007 im brandenburgischen Havelland. Neben ihrer literarischen Arbeit ist sie Juristin und seit Anfang 2019 ehrenamtliche Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg. Für ihr Werk hatte sie zuvor unter anderem 2013 den Thomas-Mann-Preis und 2017 den Bruno-Kreisky-Preis erhalten; ihr Roman Unterleuten wurde 2020 als Dreiteiler im ZDF verfilmt. Mit Zwischen Welten, dem gemeinsam mit Simon Urban geschriebenen Roman, war im Januar 2023, nur wenige Wochen vor der Bekanntgabe des Preises, ihr jüngstes Buch erschienen; die Stifter nennen es in ihrer Begründung ausdrücklich als aktuelles Beispiel für ihre genaue Beobachtung deutscher Befindlichkeiten.

Quellen: boersenblatt.net, hh-av.de, de.wikipedia.org

Auszeichnung

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