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Hesse als Maler: Kunsthalle Messmer zeigt über 130 Werke in 'Bereit zum Aufbruch'

·Lieblingsautoren Redaktion
Hesse-Ausstellung in Riegel 2026
Landschaften aus dem Tessin: Hermann Hesses Aquarelle sind 2026 in der Kunsthalle Messmer zu sehen.

Die Kunsthalle Messmer in Riegel am Kaiserstuhl widmet Hermann Hesse eine große Ausstellung über sein bildnerisches Werk. Unter dem Titel Hermann Hesse – Bereit zum Aufbruch sind seit dem 21. März und noch bis zum 11. Oktober 2026 mehr als 130 Exponate zu sehen: Aquarelle, Tuschzeichnungen, illustrierte Gedichte, Briefe, Typoskripte und seltene Erstausgaben.

Die Schau stellt den Literaturnobelpreisträger als Maler vor und fragt nach dem Zusammenspiel von Schreiben und Malen in seinem Schaffen. Hesse hatte 1916, in einer von Krieg und persönlichen Problemen ausgelösten Krise und im Anschluss an eine Psychoanalyse, zu malen begonnen, zunächst mit Selbstporträts, dann vor allem mit Landschaften seiner Tessiner Wahlheimat. Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt nach einem Bericht des Magazins Kunst-Mag vom August 2026 auf den Arbeiten der 1920er-Jahre.

Die Kunsthalle am Großherzog-Leopold-Platz 1 ist dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet; öffentliche Führungen finden sonntags um 14.30 Uhr statt. Der Eintritt kostet laut Kunst-Mag 15 Euro, ermäßigt 13,50 Euro. Nach Angaben der Kunsthalle soll die Schau zeigen, wie Hesses künstlerisches und literarisches Schaffen miteinander in Dialog treten und wie ihm das Malen als kreativer Gegenpol zum Schreiben und als Mittel diente, persönliche Eindrücke zu verarbeiten.

Die Ausstellung in Riegel ist eine von mehreren Hesse-Präsentationen in diesem Jahr. Der Veranstaltungskalender des Hesse-Portals hermann-hesse.de führt für 2026 zudem die Schau Hermann Hesse – Der Weg zur Malerei in der Städtischen Galerie Ochsenhausen (5. Juli bis 4. Oktober 2026) sowie den Literatursommer mit Hermann Hesse in Laupheim auf. Im Oktober folgen die Gaienhofener Hermann-Hesse-Tage am Bodensee (9. bis 11. Oktober 2026). Hesse hatte von 1904 bis 1912 in Gaienhofen gelebt, bevor er über Bern ins Tessin zog, wo die meisten seiner Aquarelle entstanden.

Quellen: kunsthallemessmer.de, kunst-mag.de, hermann-hesse.de

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